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Für Ärzte
Hinweise zum Ausfüllen der Verordnung

Hinweise zum Ausfüllen der Verordnung für Ergotherapie

Bitte füllen Sie eine "Verordnung für Ergotherapie" wie folgt aus:

Bitte setzen Sie hier nur ein Kreuz bei

  • Erstverordnung oder
  • Folgeverordnung oder
  • Verordnung außerhalb des Regelfalles (für chronisch kranke Patienten

Im "Regelfall" stehen jedem Patienten 40 Einheiten zu, die sich wie folgt verteilen:

  • Erstverordnung: 10 Einheiten
  • 1. Folge-Verordnung: 10 Einheiten
  • 2. Folge-Verordnung: 10 Einheiten
  • 3. Folge-Verordnung: 10 Einheiten

Danach dürfen Sie weiter Ergotherapie verordnen ("Verordnung außerhalb des Regelfalles"), wenn Sie
a) das entsprechend begründen (s.u.) und
b) sicherstellen, den Patienten mindestens einmal im Quartal in Ihrer Sprechstunde zu sehen.
Siehe auch: Verordnungsmenge

Nach einer Erstverordnung gilt jede weitere Verordnung zur selben Erkrankung als Folgeverordnung (auch bei einer sich ändernden Leitsymptomatik).
Das heißt: Ändert sich (die im Vordergrund stehende) Diagnose, ist diese Verordnung wieder eine Erstverordnung (und es folgen drei Folgeverordnungen).

Rezidivierende oder neue Erkrankungsphasen können neue "Regelfälle" auslösen, wenn nach einer Behandlung ein 12wöchiger behandlungsfreier Zeitraum lag.

Ist dieses Feld markiert, führen wir (in jedem Fall) eine Gruppentherapie durch.

Ist dieses Feld nicht markiert, können wir - je nach dem Zustand und nach den Zielen des Patienten - eine Einzel- oder Gruppentherapie durchführen.

Therapiebericht:

Bitte kreuzen Sie Ja bzw. Nein an - je nach dem, ob Sie einen Bericht benötigen.

Sie erhalten bei uns qualifizierte Berichte oder Kurzberichte.
Bei Bedarf bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit, uns telefonisch zu erreichen: 0351-250 6220.

Das Feld "Behandlungsbeginn spätest. am" ist nur auszufüllen, wenn die Behandlung nicht innerhalb von 14 Tagen nach Ausstellung der Verordnung begonnen werden soll.

Begründen Sie bitte auf der Rückseite im Feld links unten, wenn Sie dem Patienten eine längere Frist für den Beginn der Therapie einräumen wollen (z.B. aufgrund des aktuellen / bevorstehenden kurzfristigen Krankenhausaufenthaltes).

Hausbesuche können verordnet werden, wenn
  • der Patient aus medizinischen Gründen den Therapeuten nicht aufsuchen kann oder
  • wenn sie aus medizinischen Gründen erforderlich sind.
Verordnungsmenge:

Bei Erst- oder Folgeverordnungen (s.o.) sind max. 10 Einheiten möglich.

Bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles hingegen (s.u.) ist die Verordnungsmenge so zu gestalten, dass sich der Patient einmal innerhalb von 12 Wochen bei Ihnen vorstellen muß.

Das heißt, bei einer Frequenz von

  • einmal pro Woche sind maximal 12 Einheiten,
  • zweimal pro Woche sind maximal 24 Einheiten,
  • dreimal pro Woche sind maximal 36 Einheiten,
  • viermal pro Woche sind maximal 48 Einheiten und
  • fünfmal pro Woche sind maximal 60 Einheiten
möglich.
Als Heilmittel ist

  • "psychisch-funktionelle Behandlung" oder
  • "psychisch-funktionelle Behandlung - Einzeltherapie" oder
  • "neuropsychologisch orientierte Behandlung" bzw. "Hirnleistungstraining" und
  • ggf. "Doppelbehandlung" für zwei Behandlungen am Tag (Belastungstraining)
anzugeben.

Die gleichzeitige Verordnung mehrerer Maßnahmen zur Ergotherapie ist dann zulässig, wenn durch sie ein therapeutisch erforderlicher Synergismus erreicht wird. Die Auswahl der zu verordnenden Maßnahmen richtet sich nach dem im Vordergrund stehenden Behandlungsziel.

Vorrangig sollte die im Heilmittelkatalog als "vorrangig (A)" genannte Maßnahme zur Anwendung kommen (siehe Indikationskatalog). Ist dies nicht möglich, kann alternativ ein "optionales Heilmittel (B)" zur Anwendung kommen. Sofern erforderlich kann zu einem "vorrangigen" oder "optionalen Heilmittel" nur ein "ergänzendes Heilmittel (C)" verordnet werden.
Die gleichzeitige Verordnung eines "vorrangigen" und eines "optionalen Heilmittels" ist nicht möglich.

Anzahl pro Woche:

ist nach ärztlichem Ermessen anzugeben.

Je nach Zustand des Patienten, sozialem Umfeld und Zielstellung der Therapie sind ein bis fünf Therapieeinheiten pro Woche angezeigt.

Indikationsschlüssel:

Der Indikationsschlüssel ist ein krankenkasseninterner Schlüssel zur Überprüfung der Verordnung des richtigen Heilmittels.

Im Heilmittelkatalog sind Einzeldiagnosen zu Diagnosegruppen zusammengefasst. Der Indikationsschlüssel richtet sich nach der Diagnose (lt. ICD-Code):

F00 - F99 Ind.-Schlüssel
F00 - F09
F10 - F19
F20 - F29
F30 - F39
F40 - F48
F50 - F59
F60 - F69
F70 - F79 *
F80 - F89
F90 - F98
F99 -
* Für eine (ausschließliche) Intelligenzminderung ist Ergotherapie nicht angezeigt.
Patienten mit einer psychischen Erkrankung bei vorhandener Intelligenzminderung sind natürlich willkommen. Die Diagnose der psychischen Erkrankung muss dabei an erster Stelle stehen.
Mehr Informationen dazu finden Sie hier: Indikationskatalog.

Wir behandeln in der Regel
die Indikationen PS 1-5 bzw. EN 1-4.

Seit Anfang 2013 ist es erforderlich, die Diagnose nach dem ICD-10 anzugeben, um den Krankenkassen eine Überprüfung der "längerfristigen Verordnungen" (ggf. auch der "Praxisbesonderheiten") zu ermöglichen.

Das ermöglicht auch Ihnen als verordnenden Arzt, Patienten mit schweren Verläufen als "Praxisbesonderheit" anerkennen zu lassen. Allerdings sind derzeit von den psychischen Erkrankungen nur die F84-Diagnosen (Tiefgreifende Entwicklungsstörungen) grundsätzlich im Katalog aufgeführt; alle anderen Patienten müssen extra beantragt werden.

Diagnose mit Leitsymptomatik:

Bitte geben Sie die Diagnose nach dem ICD-10-Code mit der entsprechenden Leitsymptomatik an. (Als Diagnose genügt der ICD-Code im Feld links.)
Hinweise zur Leitsymptomatik finden Sie beispielhaft hier:


Ind.-Schlüssel / Leitsymptomatik
F00 - F09
PS 5: Einschränkung im Verhalten / in der Selbstversorgung / in der zwischenmenschlichen Interaktion / der kognitiven Fähigkeiten / der Beweglichkeit und Geschicklichkeit
F10 - F19
PS 4: Einschränkung der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung / im Verhalten
F20 - F29
und
F30 - F39
PS 3: Einschränkung im Verhalten / in der zwischenmenschlichen Interaktion / der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung / der Beweglichkeit und Geschicklichkeit
F40 - F48,
F50 - F59
und
F60 - F69
PS 2: Einschränkung im Verhalten / in der zwischenmenschlichen Interaktion / der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung
F80 - F89
und
F90 - F98
PS 1: Einschränkung der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung / im Verhalten / in der zwischenmenschlichen Interaktion / der Beweglichkeit und Geschicklichkeit

Die Verschlüsselung nach dem ICD-10 tragen Sie bitte im Feld links ein.
ggf. Besonderheiten

(falls erforderlich)

ggf. Therapieziele

Hier ist Raum, die Therapieziele zu spezifizieren.

"Verordnungen außerhalb des Regelfalles", auch längerfristige Verordnungen

sind möglich bei entsprechender Begründung.

Die Begründung der Verordnung außerhalb des Regelfalles ist zwingend notwendig bei chronisch Kranken, bei schweren Verläufen und Ähnlichem, wie z.B.

  • Vorbereitung auf eine Therapie,
  • Vorbereitung auf eine Reha-Maßnahme,
  • Vorbereitung auf eine Ausbildung,
  • Vorbereitung auf eine Arbeitsstelle, WfbM, ...,
  • Gefahr von Rezidiven bei Unterbrechung der Behandlung,
  • Verhinderung von Klinikaufenthalten,
  • Verhinderung der Verschlechterung der Symptomatik.

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